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Hier gehts zum Original-Törnbericht. [URL="http://www.rw-hoehmuehlbach.de/segeln/toern_sept_2009.htm"]
Mehr lesen....[/URL] Törnbericht Cote d'Azur 19.09.2009 - 26.09.2009 Christof Leininger, Ralf Honigmann, Rainer Sommer, Tobias Honigmann, Jürgen Faul, Helmut Sommer (v. l) Boot:Beneteaux Oceanis 37 Name:OCEANA Vercharterer:Kirioculis Bilder vom Törn 1.Tag Samstag, 19.09.2009, Rieschweiler-Mühlbach - Bormes Nachdem wir alle Taschen irgendwie in Ralf's Auto verstaut hatten, fuhren wir gegen 23:00 in Rieschweiler-Mühlbach los. Die Nachtfahrt verlief sehr ruhig und ohne Zwischenfälle, sodass wir morgens gegen 9:00 bereits in Bormes eintrafen. Bormes begrüßte uns mit starkem Regen und unsere Moral fiel mal wieder auf den Tiefpunkt, denn mit so einem Wetter hatten wir Mitte September nun wirklich nicht gerechnet. Sollte es wieder so werden wie letztes Jahr Ende Mai, wo wir erst Mittwochs auslaufen konnten und unsere Biervorräte schon Montags Abends zur Neige gingen obwohl sie bis Freitags ausgelegt waren ? (Gerüchte zur Folge soll sich die Anzahl der Glascontainer für grünes Leergut seit Anfang Juni 2008 verdoppelt haben ........) Nachdem wir einen Parkplatz direkt am Hafen gegenüber den Schiffen gefunden hatten, leisteten wir uns erst mal ein gutes Frühstück mit frischen Croissants und Baguettes direkt am Yachthafen. Anschließend machten sich Christof, Jürgen, Tobias (unser Smutje) sowie Ralf auf den Weg zum Supermarkt, während Rainer und ich die Bootspapiere im Büro unseres Vercharterers holten und an Hand der Checkliste alles überprüften. Die Schiffsübernahme klappte reibungslos und nach dem Bunkern unserer Vorräte und der obligatorischen Sicherheitseinweisung gönnten wir uns erst mal eine kleine flüssige Stärkung. Danach war unser Smutje Tobias an der Reihe, indem er uns sehr schmackhafte Kotelettes mit Kartoffeln und Salat servierte. Die Stimmung wurde besser, da auch mittlerweile die Sonne zum Vorschein kam und die ersten leeren Kronenbourg-Flaschen zum Glascontainer wanderten. Geplant war, noch Samstags nach Porquerolles auszulaufen um dann Sonntags sehr früh weiter in die Calanques nach Cassis zu segeln und die Nacht in La Ciutat zu verbringen. Aufgrund hohen Seegangs und einer schlaflosen Nacht und da mit Rainer und Tobias 2 Neulinge an Bord waren, beschlossen wir, die Nacht doch noch in Bormes zu verbringen und erst am Sonntag auszulaufen. Ferner planten wir, doch nicht in die Calaques zu segeln sondern nach Osten, da die Wettervorhersagen für den westl. Teil der Cote d’Azur nicht gut waren. Der Abend endete mit einem kleinen Spaziergang um den Hafen und nachdem wir 2-3 weitere Bierproben genommen hatten um zu prüfen, ob das Kronenbourg noch genauso gut schmeckte wie letztes Jahr, ging es relativ früh in die Kojen, ein anstrengender Tag ging zu Ende. 2.Tag Sonntag, 20.09.2009, Bormes - Bucht von Briande bei Cap Taillat - Hafen von St Tropez - St Maxime Um 8:00 war Auslaufen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es los. Die See war nach dem Sturm spiegelglatt und so konnten wir in der Bucht erst einmal das „Mann-über-Bord-Manöver“ durchführen, welches gerade unseren beiden Neulingen viel Spaß bereitet hatte. Das Manöver klappte bei beiden übrigens gleich beim ersten mal. Anschließend nahmen wir Kurs auf unser erstes Tagsziel, die Bucht von Briande am Cap Taillat, vorbei am Cap Negre (direkt oberhalb liegt das Ferienhaus von Carla Bruni) und Cap Gardier. Die Bucht erreichten wir gegen Mittag. Der Anker hielt gleich beim ersten Manöver und so hieß es Dingi klar machen und Badesachen rausholen. Während die Kartoffeln in Olivenöl und Knoblauch im Backofen schwitzten, machten Christof, Rainer, Tobias und ich mit dem Dingi einen Ausflug auf die Halbinsel von Cap Taillat. Jürgen und Ralf gingen indes im kristallklaren Wasser schwimmen und schnorcheln. Dabei konnte Ralf gleich die Logge reparieren und einen Tampen von der Schraube entfernen, der uns mit Sicherheit noch Ärger bereitet hätte . Nach dem Mittagessen ging es dann über das Cap Camarat, welches Christof ganz besonders von unserem ersten Törn in Erinnerung hatte, weiter in Richtung St. Tropez. Da der Wind total eingeschlafen war, mussten wir die ganze dieseln. Nach einem Blick in unsere Bordkasse wurde uns schnell klar, dass wir uns auf eine Hafenrundfahrt in St. Tropez beschränken würden um dann über die Bucht nach St. Maxime zu fahren und dort zu Übernachten. Aber vorher schauten wir uns natürlich die Megayachten von irgendwelchen Scheichs und Hollywood-Größen an. Wie man leicht feststellen konnte, liegt denen ihr Stundenlohn etwas höher als unserer. Zu St.Tropez selbst sei zu erwähnen, dass der Ort nur aus ca. 6000 Einwohner besteht und erst Ende der 60er Jahre durch die Liason von Brigitte Bardot (die übrigens dieses Jahr 75 wird und man ihr jedes einzelne Jahr auch ansieht) und Gunther Sachs sowie der Komödie ‚der Bulle von St. Tropez’ mit Luis de Funes zum bekanntesten Ort an der Cote d’Azur wurde. Auch ließen hier die Frauen zum ersten Mal ihr Bikini-Oberteil fallen, die Geburtsstunde des Monokinis, sehr zur Freude der Männer. Die Überfahrt von St. Tropez nach St. Maxime verlief problemlos und wir konnten am letzten freien Platz des Gästekais festmachen. Da unser Koch Sonntags frei hatte, bummelten wir durch die Altstadt von St.Maxime und fanden in der zweiten Reihe ein gemütliches Lokal. Das Essen dort war gut, aber etwas teuer, dafür war das Essen sehr übersichtlich. Nach einem kurzen Streifgang durch die Gassen der Altstadt und dem obligatorischen Absacker ging es früh zu Bett, schließlich wartete am nächsten Tag ein weiter Schlag auf uns. Da die Capitanerie am Sonntag bereits um 12:00 geschlossen hatte und erst wieder am Montag um 8:00 öffnete, durften wir gratis übernachten, toller Service !!! ..... Aufgrund der stets wechselnden Küstenformationen, den zahlreichen Häfen, vielen Ankerbuchten und den vielen Inseln ist die Cote d’Azur auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Die Buchten, welche wir anliefen, waren durchweg sehr sauber (ausser die kleine Bucht auf Port-Cros) und man konnte viele Fische beobachten (Unterwasserkamera werde ich auf jeden Fall das nächste Mal mitnehmen), die Städte sind sehr interessant und auf den Inseln gibt es herrliche Wanderwege. Die sanitären Einrichtungen ließen allerdings oft zu wünschen übrig, dabei ist Bormes die große positive Ausnahme, dort war es sehr sauber. Die Hafengebühren waren sehr moderat, im Durchschnitt ca. 30 Euro. Vergleicht man sie mit den Gebühren des restlichen westlichen Mittelmeeres, so ist die Cote d’Azur ein recht günstiges Revier. Auf Mallorca hatten wir Ende Mai durchschnittlich 60 Euro pro Nacht bezahlt. Bedanken möchten wir uns auf jeden Fall noch bei Angelika und Leo Germann von Nubis-Segelreisen in Pirmasens, die alles super toll organisiert hatten. Ihre Dienste nehmen wir mit Sicherheit nächstes Jahr wieder in Anspruch. Dann werden wir im Mai wieder auf Mallorca ein Boot chartern und Ibiza sowie Formentera anlaufen, vorr. das Wetter spielt natürlich mit. Geändert von Leo (02.12.2009 um 16:08 Uhr) |
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